Arbeit mit geflüchteten Frauen* und Männern*

Geflüchtete Männer sind ja so…?! Über Rollenvorstellungen geschlechterreflektiert und vielfaltssensibel reden.

Workshop für Haupt- und Ehrenamtliche

„Wann ist der Mann ein Mann?“, fragte Herbert Grönemeyer schon in den 80ern. Viele geflüchtete Männer stehen in Deutschland nicht nur in der Anfangszeit vor genau dieser Frage. Viele von ihnen haben hohe Eigenerwartungen und wollen hier selbstermächtigt handeln. Sie befinden sich in den ersten Jahren in Deutschland in einer Schlüsselphase für den selbstständigen Auf- und Ausbau einer Zukunft durch Ausbildung, Berufsfindung und Familiengründung. Die Eigenerwartungen an „Männlichkeit“ können dann (zu) hoch sein und führen zu Verunsicherungen.

Zu Recht verunsichert sind auch viele der Haupt- und Ehrenamtlichen*, die den jungen Männern Unterstützung bieten wollen. Insbesondere wenn es darum geht, mit den Männern über Geschlechterthematiken, über Geschlechterrollen und Rollenvorstellungen in Deutschland zu sprechen, treten Verunsicherungen auf.

Viele Haupt- und Ehrenamtliche* fragen sich daher:

  • Wie wandeln sich die Vorstellungen von Geschlechterarrangements vor allem bei Männern mit Flucht-/Migrationserfahrungen?
  • Was sind Gelingensfaktoren für einen offenen und nachhaltigen Dialog in diesem Themenfeld?
  • Wie gelingt es mir, genderspezifische Unterschiede in meiner praktischen Arbeit zu berücksichtigen?
  • Wie vermittle ich gender- und kultursensibel, diversitätsbewusst und differenziert grundgesetzlich verankerte Werte und Rechte?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir gemeinsam im Workshop ein Forum bieten.

Der Workshop bietet Ihnen:

  • Reflexion und Austausch zu Haltungs- und Handlungsfragen
  • Methoden, wie Stolperfallen der inter-/transkulturellen Arbeit umgangen werden können
  • Diskussion von Fallbeispielen und Praxisbeispielen aus Ihrer Arbeit
  • Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten für gender- und vielfaltssensible Projekte in Ihrem direkten Wirkungsfeld

Kontakt

 

(M)eine Rolle als Frau spielen – Beratungsarbeit für zugewanderte Frauen zwischen Unterstützung und Selbstbestimmung

Workshop für Haupt- und Ehrenamtliche*

Frauen sind nach der Migration oder Flucht nach Deutschland häufig in einer besonders vulnerablen Situation. Sie sind hier in Deutschland einerseits von Mehrfachdiskriminierungen betroffen und ihr Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt ist häufiger viel beschränkter als für Männer, andererseits eröffnen sich ihnen aber auch neue Freiheiten. Dies führt häufig zu Verunsicherungen der Rollenbilder, auch innerhalb von migrierten und geflüchteten Familien.

Gleichzeitig gibt es in der Arbeit mit geflüchteten und migrierten Frauen auch auf der Seite von Haupt- und Ehrenamtlichen viele offene Fragen:

  • Wie können geflüchtete Frauen besser erreicht werden?
  • Auf welche Weise können Projekte geschlechtersensibel gestaltet werden?
  • An welchen Stellen können zugewanderte Frauen unterstützt werden?
  • Wie kann ein gelingender und wertschätzender Umgang mit geflüchteten Familien aussehen, ohne vorgefertigte Geschlechterrollen und Rollenvorstellungen zu reproduzieren?

Der Workshop bietet Ihnen:

  • Einen Raum zum Austausch, zur Reflexion der eigenen Haltung und zum gemeinsamen Lernen
  • Reflexion pädagogischer Arbeit in Spannungsfeldern
  • Perspektivwechsel hinsichtlich der eigenen Vorstellungen von Kultur und Geschlechterrollen
  • Schulung des Blicks für die stereotypen Vorstellungen und Mehrfachdiskriminierungen
  • Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten für gender- und vielfaltssensible Projekte in Ihrem direkten Wirkungsfeld
  • Förderung der Fachlichkeit im Bereich des kultur- und gendersensiblen Arbeitens

Kontakt

Für alle Fragen des gleichberechtigten Zusammenlebens in Niedersachsen.

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