Rollenspielen-Broschüre – Die Rückschau | Überraschendes. Offenes.

Jede Rollenspielen-Veranstaltung ist eine große Überraschung. Bis zum Start einer Veranstaltung ist nie klar, wie viele Männer* teilnehmen werden. 5? 15? 25? Kennen sich die Männer* untereinander? Was erwarten die Männer* von der Veranstaltung? Wollen sie bloß einen Pokal gewinnen oder auch in den Austausch kommen? Oder beides? Welche Fragen bringen sie mit? Worüber wollen sie lieber nicht reden? Wie wird das Thema „Männlichkeit“ untereinander verhandelt? Kommt eine ungezwungene Diskussionskultur zustande? Öffnen sich die Männer*?

Nicht, dass die meisten Männer* in den Diskussionsrunden so schnell so offen miteinander umgingen und ihre Geschichten teilten, überraschte, sondern wie wenig Mittel es braucht, um einen gemeinsamen Austausch anzustoßen. Ein geschützter(er) Raum, eine entspannte und zugewandte Grundatmosphäre, ein Spiel, eine offene Frage…und schon wurde lebendig diskutiert und der Moderator spielte oftmals nur noch eine Nebenrolle.

In den Diskussionsrunden gab es Momente des Lachens, Momente des Schweigens, Momente der Wut, Momente voller Mut.

Wütend und bisweilen mutlos macht viele derjenigen Teilnehmer*, die nach Deutschland geflüchtet sind, der für sie immer stärker spürbare Rechtsruck in Deutschland. „Jeder hat in seiner Nachbarschaft mindestens eine Person, die AfD gewählt hat.“, berichteten sie. Unruhe, Angst und Ratlosigkeit waren dann im ganzen Raum spürbar. Welche ernsthaften Gedankenspiele der Rechtsruck auslösen kann, macht das Interview „Flucht ohne Ende?“ mit Serwan B. deutlich.

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